
Seit 1993 ist Achim Walder Mitglied im Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) und hat über Jahrzehnte hinweg maßgeblich zur Umsetzung zahlreicher Projekte und Initiativen beigetragen. Der VCD ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein, der sich bundesweit für eine sozial- und umweltverträgliche Verkehrswende einsetzt. Ziel ist eine Mobilität, die allen Menschen zugutekommt – sicher, klimafreundlich, gesund und bezahlbar. In seiner aktiven Rolle engagierte sich Achim Walder sowohl auf lokaler Ebene im Kreis Siegen-Wittgenstein-Olpe als auch auf Landes- und Bundesebene. Seine Arbeit war stets darauf ausgerichtet, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), den Schienenverkehr sowie nachhaltige Formen des Güterverkehrs zu stärken und damit ein konfliktarmes Miteinander der verschiedenen Verkehrsträger zu fördern. Gemeinsam mit über 55.000 Mitgliedern bundesweit setzt sich der VCD für eine integrative und zukunftsfähige Verkehrspolitik ein – ein Anliegen, das Achim Walder über viele Jahre aktiv mitgestaltet hat.
Seit der Gründung des VCD Kreisverband Siegen-Wittgenstein-Olpe im Jahr 1993 war Achim Walder dessen Vorsitzender. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Projekte, Kampagnen und Aktionen initiiert. Dazu gehörten unter anderem Bahn-Ausflugsfahrten nach Aachen, Xanten, Duisburg, Frankfurt und ins Romantische Rheintal, die nicht nur für nachhaltiges Reisen warben, sondern auch neue Mitglieder für den Verband gewannen. Im Jahr 2024 übergab er den Vorsitz an Dr. Matthias Tuschhoff und blickt auf mehr als drei Jahrzehnte kontinuierlicher Kreisverbandsarbeit zurück.
Im VCD Landesverband Nordrhein-Westfalen war Achim Walder von 1993 bis 1995 sowie erneut von 2013 bis 2017 als Beisitzer tätig. Darüber hinaus übernahm er von 1995 bis 2003 die Funktion des Sprechers des Landesvorstands und prägte in dieser Zeit die inhaltliche und organisatorische Ausrichtung des Verbandes maßgeblich mit. Seine Arbeit ging dabei weit über die klassische Vorstandsarbeit hinaus. Er organisierte, moderierte und gestaltete zahlreiche Fachveranstaltungen, landesweite Tagungen und verkehrspolitische Foren, die die Diskussion um eine nachhaltige Mobilität in Nordrhein-Westfalen entscheidend beeinflussten. Zu den bedeutenden Veranstaltungen zählten unter anderem das VCD-NRW Verkehrsforum ITF, das Forum „VCD und Nahverkehr“, der VCD-NRW Tourismustag auf Schloss Burg an der Wupper im Jahr 1997 sowie der VCD-Tourismustag in Essen 2002. Ebenso wirkte er maßgeblich an der Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen wie „10 Jahre VCD-NRW“, #railtec, YouMove, den Bahntagen in Oberhausen sowie verschiedenen Umweltmessen mit. In diesen Formaten brachte er Politik, Verkehrsunternehmen, Fachleute und engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um zukunftsfähige Konzepte für den öffentlichen Verkehr und den Umweltverbund zu diskutieren und weiterzuentwickeln. In enger Zusammenarbeit mit dem Büro für integrierte Verkehrsplanung und Stadtentwicklung wurden im Auftrag des VCD zwei bedeutende Wettbewerbe initiiert und durchgeführt. Der erste Wettbewerb, der „VCD-Fahrplanwettbewerb“, widmete sich der Bewertung der damals unverzichtbaren gedruckten Fahrplanbücher verschiedener Verkehrsunternehmen. Untersucht wurden Kriterien wie Übersichtlichkeit, Verständlichkeit, Struktur, Lesbarkeit und Alltagstauglichkeit. Zahlreiche Fahrplanbücher wurden systematisch geprüft; das Fahrplanbuch der Essener Verkehrsbetriebe wurde dabei als besonders benutzerfreundlich ausgezeichnet. Der zweite Wettbewerb konzentrierte sich auf die Benutzerfreundlichkeit von Internetseiten der Verkehrsunternehmen – ein damals noch vergleichsweise neues, aber zunehmend wichtiges Informationsmedium. Insgesamt wurden 50 Websites einer detaillierten Analyse unterzogen und hinsichtlich Navigation, Informationsgehalt, Aktualität und Nutzerorientierung bewertet. Die Internetseiten der Düsseldorfer Rheinbahn wurden dabei als besonders nutzerfreundlich eingestuft und als Gewinner hervorgehoben. Beide Wettbewerbe setzten wichtige Impulse für eine moderne, transparente und kundenorientierte Fahrgastinformation in Nordrhein-Westfalen und unterstrichen den Anspruch des VCD, Qualität und Service im öffentlichen Verkehr konsequent aus Sicht der Fahrgäste weiterzuentwickeln.
Auch auf Bundesebene engagierte sich Achim Walder von 1994 bis 1996 im VCD Bundesvorstand. Sein Aufgabenbereich umfasste die Betreuung und Gewinnung von Aktiven und Mitgliedern sowie die Mitarbeit in bundesweiten Gremien. In dieser Zeit war er zudem Beiratsmitglied der Bundesversammlung des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) und setzte sich für Kooperationen zwischen VCD und DJH ein. Trotz der inhaltlich wichtigen Arbeit auf Bundesebene fehlte ihm jedoch der unmittelbare Kontakt zur praktischen Umsetzung vor Ort. Daher entschied er sich, seine Schwerpunkte wieder stärker auf die Arbeit im Kreisverband zu legen, wo konkrete Projekte schneller initiiert und begleitet werden konnten. Die Erfahrungen aus der Bundes- und Landesarbeit flossen dabei kontinuierlich in die regionale Arbeit ein. So entstand eine enge Verzahnung zwischen lokalen Initiativen und überregionaler Facharbeit. Dieses Zusammenspiel von Basisarbeit und strategischer Verbandspolitik prägte Achim Walders Engagement im VCD über mehr als drei Jahrzehnte hinweg und trug wesentlich dazu bei, nachhaltige Mobilitätskonzepte auf unterschiedlichen Ebenen voranzubringen.
Nach mehr als 16 Jahren im Landesvorstand wurde Achim Walder auf der VCD-NRW-Landesdelegiertenversammlung 2017 in Düsseldorf verabschiedet.
Nach mehr als 16 Jahren im Landesvorstand des VCD Nordrhein-Westfalen wurde Achim Walder im Jahr 2017 auf der VCD-NRW-Landesdelegiertenversammlung in Düsseldorf offiziell verabschiedet. In seiner Abschiedsrede ließ er die zahlreichen Aktivitäten und Projekte Revue passieren, die seine Arbeit über Jahrzehnte geprägt hatten und die hier noch einmal ausführlich gewürdigt werden sollen.
Bereits 1995 wurde auf sein Betreiben hin die Internetseite VCD-NRW.de aufgebaut und mit Inhalten zum Landesverband, zum Vorstand sowie zu verkehrspolitischen Schwerpunkt-Themen in Nordrhein-Westfalen gefüllt. In einer Zeit, in der digitale Kommunikation noch keineswegs selbstverständlich war, setzte er damit ein wichtiges Zeichen für Transparenz, Information und moderne Öffentlichkeitsarbeit. Mitgliedergewinnung, Präsenz in der Öffentlichkeit und eine sachlich fundierte Darstellung verkehrspolitischer Positionen waren ihm stets ein zentrales Anliegen.
Achim Walder initiierte und organisierte mehrere landesweite VCD-NRW-Verkehrsforen: 1997 „Bürgerbusse in NRW“ in Lüdenscheid gemeinsam mit der Märkischen Verkehrsgesellschaft, 1999 „Nahverkehr im ländlichen Raum“ in Euskirchen mit Thomas Mager (heute VCD-Bundesvorstand), 2001 „Integraler Taktfahrplan in NRW“ in Kooperation mit ProBahn in Dortmund sowie 2003 „Verbundfahrkarten“ ebenfalls in Dortmund. Teilnehmende waren VCD- und ProBahn-Mitglieder sowie Vertreter aus Politik, Verkehrsunternehmen und interessierte Bürgerinnen und Bürger. Diese Verkehrsforen dienten nicht nur dem fachlichen Austausch, sondern auch der Weiterbildung und Vernetzung engagierter VCD-Aktiver. Ein weiteres Verkehrsforum zum Thema Güterverkehr wurde später von Stefan Weh und Jürgen Gellert in Dortmund durchgeführt.
Da ein großer Teil des Verkehrsaufkommens auf den Freizeitverkehr entfällt, initiierte er 1997 den ersten VCD-NRW-Tourismustag auf Schloss Burg an der Wupper. Uwe Maaßen erinnert sich sicher noch an die gemeinsame Seilbahnfahrt mit der Bürgermeisterin von Solingen. Der zweite VCD-NRW-Tourismustag fand 2002 in Essen am Baldeneysee statt. Eingeladen waren Vertreter von Tourismusverbänden und Fachleute aus der Region. Zum Abschluss fuhren alle Teilnehmer gemeinsam mit der Hespertalbahn. An beiden Veranstaltungen nahmen jeweils rund 40 Interessierte teil. Zu beiden Tourismustagen wurden Dokumentationen erstellt und im Internet veröffentlicht.
Im Jahr 2000 führte der VCD-NRW auf seine Anregung und unter seiner Leitung einen umfassenden Test der NRW-Fahrplanbücher durch. Insgesamt wurden 29 Fahrplanbücher, 24 Aushangfahrpläne und 27 Liniennetzpläne auf ihre Handhabbarkeit und Nutzerfreundlichkeit für Fahrgäste geprüft. Mitgearbeitet haben Jürgen Eichel, Jürgen Gellert, Thomas Reincke und Holger Rüsberg. Den ersten Platz belegten die Bochumer Verkehrsbetriebe. Mit zunehmender Bedeutung des Internets als Informationsquelle wurden anschließend 33 Internetangebote von Verkehrsunternehmen und Zweckverbänden untersucht. Zur Jury gehörten Stefan Weh, Jürgen Eichel, Thomas Reincke und Achim Walder. Für Nordrhein-Westfalen wurde die Rheinbahn Düsseldorf ausgezeichnet. Leider konnten diese Untersuchungen trotz des Interesses der Verkehrsunternehmen nicht regelmäßig fortgeführt werden. Sämtliche Ergebnisse wurden dokumentiert und unter anderem auf dem VCD-Stand während der rail#tec in Dortmund präsentiert.
Ein besonderes Anliegen war es Achim Walder, attraktive Reiseziele in Nordrhein-Westfalen bekannt zu machen, die gut mit Bus und Bahn erreichbar sind. Daraus entstand die Idee für die beiden Reiseführer „Sehenswerte Burgen, Schlösser und Altstädte“ sowie „50 Ausflugsziele mit Bus und Bahn in NRW“, die im Buchhandel erhältlich waren und vom VCD-NRW mitfinanziert wurden. An der Umsetzung war unter anderem Georg Deppe beteiligt. Heute stehen diese Reiseführer kostenlos im Internet zum Download bereit.
Weitere Reiseführer entstanden mit Unterstützung verschiedener VCD-Kreisverbände und durch die engagierte Mitarbeit von Aktiven vor Ort: „Mal wieder wandern in Bonn und Umgebung“ mit Mechthild Hübel und Thomas Möbius vom VCD Bonn-Rhein-Sieg-Ahr, „Mal wieder Rad fahren im Romantischen Rheintal“ mit Uwe Lütge sowie „Mal wieder wandern in Siegerland-Wittgenstein“ und weitere Rad- und Wanderführer. Finanziert wurden diese Publikationen durch externe Sponsoren. Insgesamt konnten sie im Buchhandel in einer Auflage von rund 110.000 Exemplaren verkauft werden.
Mit dem VCD-NRW veröffentlichte Achim Walder zudem Fachliteratur zu zahlreichen Themen wie „Sanfter Tourismus“, „AnrufSammelTaxi“, „BürgerBusse“, „SemesterTicket“, „Güterverkehr“, „JobTicket“ und weiteren verkehrspolitischen Fragestellungen. Einen breiten Raum nahmen darüber hinaus Vorträge im In- und Ausland ein. Beispiele sind Beiträge zu „Der Verkehr der Zukunft in der Region“, „Bürgerbusse – Die Zukunft des ÖV in der Fläche?“, „BürgerBus-Systeme in Deutschland“ oder „Differenzierte Bedienungsformen im ländlichen Raum“ – unter anderem beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), an der Universität Braunschweig, beim Luxemburger Klimabündnis, im Rahmen des EU-Projekts VIRGIL – Rural Transport 2000 an der Manchester University, an der TU Berlin sowie bei Common Purpose Thüringen.
Besonders gerne erinnert sich Achim Walder an die VCD-NRW-Exkursionen zur Schönbuchbahn, zum Duisburger Rheinhafen, zum Containerbahnhof Eifeltor und zur Rhein-Sieg-Eisenbahn, bei der der VCD sogar Gesellschafter wurde. Auch die siebentägige VCD-Gruppenreise für Mitglieder mit dem Glacier Express und der Rhätischen Bahn bleibt in lebhafter Erinnerung – ebenso für Stefan Weh als Co-Reiseleiter.
Eine besondere Würdigung seines ehrenamtlichen Engagements in den Verbänden VCD, ProBahn, ADFC, BUND, ProBürgerbus-NRW, dem Forum der ÖPNV-Nutzer NRW und weiteren Initiativen war die Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Dezember 2014 durch den Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein. Zu dieser Feierstunde waren unter anderem Jürgen Eichel, Iko Tönjes und Rolf Mecke nach Siegen gekommen.
Im Jahr 2017 war schließlich der Zeitpunkt gekommen, die Verantwortung im Landesvorstand an eine jüngere Generation zu übergeben. Die Fahrzeiten von Kreuztal am Südostrand Nordrhein-Westfalens nach Düsseldorf – jeweils rund drei Stunden pro Strecke – wurden mit zunehmendem Alter belastender. Nach rund 190 Vorstandssitzungen war für ihn ein natürlicher Abschluss erreicht. In seinen Schlussworten dankte Achim Walder allen Mitgliedern herzlich für die langjährige Zusammenarbeit, die konstruktiven Diskussionsbeiträge und die engagierte Mitarbeit an den zahlreichen Projekten. Viele Weggefährten seien über die Jahre hinweg zu Freunden geworden – ein bleibender Wert dieser intensiven und erfolgreichen Verbandsarbeit.
Nach mehr als 16 Jahren im Landesvorstand des VCD Nordrhein-Westfalen wurde Achim Walder im Jahr 2017 auf der Landesdelegiertenversammlung in Düsseldorf feierlich verabschiedet. Damit ging eine rund 30-jährige, intensive und prägende Phase seines Engagements für eine ökologische und sozialverträgliche Verkehrspolitik im Verband zu Ende.
In seiner Abschiedsrede ließ er die Vielzahl an Projekten, Initiativen und Veranstaltungen Revue passieren, die durch seine Initiative angestoßen oder durch seine Mitwirkung maßgeblich geprägt worden waren. Viele dieser Aktivitäten hatten nachhaltigen Einfluss auf die inhaltliche Ausrichtung und die öffentliche Wahrnehmung des Landesverbandes.
Bereits 1995 setzte er sich dafür ein, dass der VCD NRW eine eigene Internetseite erhielt – zu einer Zeit, in der digitale Verbandskommunikation noch keineswegs selbstverständlich war. Die Plattform bot nicht nur aktuelle Informationen zum Landesverband und zum Vorstand, sondern stellte auch fundierte Beiträge zu verkehrspolitischen Schwerpunktthemen in Nordrhein-Westfalen bereit. Damit wurde ein wichtiger Grundstein für transparente Öffentlichkeitsarbeit, bessere Vernetzung der Kreisverbände und eine moderne Außendarstellung des VCD gelegt.
Ein zentrales Anliegen war ihm stets die Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliedergewinnung. Unter seiner Leitung wurden vier große Verkehrsforen organisiert:
Diese Veranstaltungen dienten nicht nur dem fachlichen Austausch mit Politik und Verkehrsunternehmen, sondern auch der Weiterbildung von VCD-Aktiven. Ein weiteres Verkehrsforum zum Güterverkehr wurde später von Stefan Weh und Jürgen Gellert durchgeführt.
Da der Freizeitverkehr einen großen Teil des Gesamtverkehrs ausmacht, initiierte Achim Walder auch zwei VCD-Tourismustage:
Beide Veranstaltungen zogen rund 40 Interessierte an und wurden in ausführlichen Dokumentationen im Internet festgehalten.
Im Jahr 2000 leitete Achim Walder einen umfangreichen und landesweit beachteten Praxistest der NRW-Fahrplanbücher. Ziel der Untersuchung war es, die Qualität der Fahrgastinformation aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer objektiv zu bewerten. Insgesamt wurden 29 gedruckte Fahrplanbücher, 24 Aushangfahrpläne an Haltestellen sowie 27 Liniennetzpläne systematisch auf ihre Verständlichkeit, Übersichtlichkeit, Struktur, Lesbarkeit und Alltagstauglichkeit geprüft. Dabei ging es nicht nur um formale Kriterien, sondern vor allem um die praktische Handhabbarkeit im täglichen Gebrauch. An der Durchführung und Auswertung beteiligten sich Jürgen Eichel, Jürgen Gellert, Thomas Reincke und Holger Rüsberg. In der Gesamtbewertung erhielten die Bochumer Verkehrsbetriebe den ersten Platz, da ihr Fahrplanangebot besonders durch klare Gliederung, gute Orientierung und benutzerfreundliche Darstellung überzeugte.
Im Jahr 2005 folgte ein weiterer, zukunftsweisender Test – diesmal mit dem Schwerpunkt auf digitalen Fahrgastinformationen. Mit der zunehmenden Bedeutung des Internets als Informationsmedium wurden 33 Internetseiten von Verkehrsunternehmen und Zweckverbänden in Nordrhein-Westfalen eingehend analysiert. Bewertet wurden unter anderem Informationsgehalt, Aktualität, Navigation, Auffindbarkeit von Fahrplandaten, Tarifinformationen sowie die allgemeine Nutzerfreundlichkeit. Der Jury gehörten Stefan Weh, Jürgen Eichel, Thomas Reincke und Achim Walder an. Als besonders vorbildlich wurde das Online-Angebot der Rheinbahn Düsseldorf ausgezeichnet, das durch eine klare Struktur, schnelle Zugänglichkeit relevanter Informationen und eine intuitive Benutzerführung überzeugte.
Die Ergebnisse beider Untersuchungen wurden ausführlich dokumentiert, ausgewertet und veröffentlicht. Auf der Fachmesse rail#tec in Dortmund präsentierte der VCD die Resultate am eigenen Messestand einer breiten Öffentlichkeit aus Verkehrsunternehmen, Politik und Fachwelt. Damit leisteten die Tests einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Fahrgastinformation und setzten Impulse für mehr Transparenz, Serviceorientierung und Qualität im öffentlichen Verkehr in Nordrhein-Westfalen.
Ein Herzensprojekt war die Entwicklung von Reiseführern für NRW, die zeigen, wie gut Ausflüge mit Bahn und Bus möglich sind:
Beide wurden vom VCD-NRW mitfinanziert, sind heute kostenlos online verfügbar.
Weitere Titel entstanden in Zusammenarbeit mit Kreisverbänden:
Ein Teil der Veröffentlichungen wurde über den Buchhandel verkauft, andere durch Sponsoren ermöglicht.
Hinzu kamen zahlreiche Fachpublikationen zu zentralen verkehrspolitischen Themen wie „Sanfter Tourismus“, „AnrufSammelTaxi“, „BürgerBusse“, „SemesterTicket“, „Güterverkehr“, „JobTicket“ und weiteren praxisorientierten Konzepten für eine nachhaltige Mobilität. Diese Veröffentlichungen verbanden theoretische Grundlagen mit konkreten Beispielen aus der Praxis und dienten sowohl Verbänden als auch Kommunen und Verkehrsunternehmen als Orientierungshilfe für eigene Projekte.
Darüber hinaus hielt Achim Walder zahlreiche Fachvorträge im In- und Ausland. Zu den Veranstaltungsorten gehörten unter anderem das BMVBS – Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, die TU Braunschweig, das Luxemburger Klimabündnis, die Universität Manchester im Rahmen des EU-Projekts VIRGIL, die TU Berlin sowie Common Purpose Thüringen. In seinen Beiträgen ging es um differenzierte Bedienungsformen im ländlichen Raum, um Bürgerbus-Systeme als Ergänzung des klassischen ÖPNV, um innovative Tarifmodelle sowie um Strategien zur Stärkung des Umweltverbundes.
Mit besonderer Freude erinnert er sich an die vom VCD organisierten Exkursionen, die praxisnahe Einblicke in erfolgreiche Verkehrsprojekte ermöglichten. Ziele waren unter anderem die Schönbuchbahn bei Böblingen als Beispiel gelungener Reaktivierung, der Rheinhafen Duisburg als bedeutender Logistikstandort, der Containerbahnhof Köln-Eifeltor sowie die Rhein-Sieg-Eisenbahn, an der der VCD als Mitgesellschafter beteiligt war. Diese Fahrten verbanden fachliche Information mit persönlichem Austausch und stärkten das Netzwerk engagierter Verkehrspolitiker und Aktiver.
Ein besonderer Höhepunkt war die siebentägige Mitgliederreise mit dem Glacier Express und der Rhätischen Bahn in der Schweiz, die Achim Walder gemeinsam mit Stefan Weh als Co-Reiseleiter begleitete. Diese Reise vereinte eindrucksvolle Landschaftserlebnisse, technische Meisterleistungen des alpinen Bahnbaus und intensive Gespräche über nachhaltige Mobilität – ein Beispiel dafür, wie Verkehrspolitik, Tourismus und gemeinschaftliches Engagement auf inspirierende Weise zusammenfinden können.
Der Höhepunkt und zugleich die besondere Würdigung von Achim Walders jahrzehntelangem ehrenamtlichen Engagement in den Verbänden VCD, ProBahn, ADFC, BUND, ProBürgerbus-NRW, im Forum der ÖPNV-Nutzer NRW sowie in zahlreichen weiteren Initiativen war die Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Dezember 2014. Die Auszeichnung wurde durch den Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, Andreas Müller, in einem feierlichen Rahmen überreicht. Unter den Gästen befanden sich viele langjährige Weggefährten, darunter Jürgen Eichel, Iko Tönjes und Rolf Mecke, die eigens zur Ehrung nach Siegen gekommen waren – ein sichtbares Zeichen der gemeinsamen Verbundenheit und des gegenseitigen Respekts.
Mit dieser Auszeichnung wurde nicht nur sein persönlicher Einsatz gewürdigt, sondern auch die kontinuierliche Arbeit vieler Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die gemeinsam über Jahrzehnte hinweg an einer sozial- und umweltverträglichen Mobilität gearbeitet haben. Sie stand stellvertretend für unzählige Sitzungen, Diskussionen, Initiativen, Vorträge, Exkursionen und Projekte, die stets von dem Ziel getragen waren, Verkehr nachhaltiger, gerechter und bürgernäher zu gestalten.
Im Jahr 2017 war schließlich der Zeitpunkt gekommen, die Verantwortung im Landesvorstand an eine jüngere Generation weiterzugeben. Die regelmäßigen Fahrten von Kreuztal am südöstlichen Rand Nordrhein-Westfalens nach Düsseldorf – jeweils rund drei Stunden pro Strecke – wurden mit 67 Jahren zunehmend anstrengend. Nach rund 190 Vorstandssitzungen war ein natürlicher Abschluss erreicht.
In seiner Abschiedsrede auf der VCD-Landesdelegiertenversammlung 2017 dankte Achim Walder allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern herzlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit über viele Jahre hinweg. Sein Dank galt dem offenen Austausch, den engagierten und sachlichen Diskussionen, der Bereitschaft zur Zusammenarbeit über unterschiedliche Positionen hinweg und der gemeinsamen Überzeugung, dass nachhaltige Mobilität möglich und notwendig ist. Viele der Wegbegleiter seien im Laufe der Jahre zu persönlichen Freunden geworden – ein wertvoller und bleibender Gewinn dieser intensiven Zeit im Verband.
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